Barney, Shaun und Toni

Nach Merlins Tod wagten wir es; die erste richtige Gruppe sollte entstehen. Trotz der ganzen negativen Erfahrungen im Netz wollten wir es endlich versuchen.
Die Vergesellschaftung war auch hier überraschenderweise sehr unspektakulär; Shaun rein ins Gehege, Barney freute sich und brommselte ein paar Minuten hinter ihm her (er war ja schließlich der letzte Bock), Toni war gänzlich unineressiert und dann fraßen sie auch schon alle nebeneinander. Nach dem essen legten sich alle zufrieden unter den großen Unterstand (da lagen immer die besten Kuschelsachen) und schliefen. Vergesellschaftung beendet.
Es gab in der gemeinsamen Zeit ab und zu ein paar kleinere Reibereien, wenn Barney zu stürmisch war.  Er war wirklich verliebt in Shaun und das ein oder andere Mal etwas zu aufdringlich. Aber es war immer nur von sehr kurzer Dauer und alle waren schnell wieder ein Herz und eine Seele.
Am liebsten mochten sie ihren abendlichen Auslauf. Da kamen sie alle 3 dann sofort rausgeflitzt. Barney war verrückt nach dem mit ein paar Pellets gefüllten Foodball und rollte diesen stundenlang durch die ganze Wohnung. Toni wurde mit der Zeit immer mutiger, durch die Gruppe und viel Geduld unsererseits fraß er mittlerweile sogar aus der Hand. Er rannte auch nicht mehr bei jeder Bewegung panisch weg. So langsam wurde er seinem Spitznamen „Techno-Toni“ nicht mehr gerecht. Diesen hatten wir ihm verpasst, weil er immer so unsicher zuckte wenn er nach uns ein Stückchen entgegen kam. Er war immer bereit sofort zum Rückzug anzutreten. Shaun wurde immer mehr zum Ruhepol der Gruppe; wenn die anderen beiden sich vor irgendetwas erschreckten, zuckte er nicht einmal und machte das weiter, was er zuvor getan hatte (meistens fressen oder schlafen). Die Vergesellschaftung mit Shaun tat auch Toni sehr gut, da Shaun ihm zeigte, dass er nichts zu befürchten hat.
Oft erschreckte uns Shauns Verhalten, denn er schlief manchmal so tief und fest, dass wir dachten, er würde nicht mehr aufwachen. Wenn man dann aber einige Sekunden mit einer Gurke vor seiner Nase rumwedelte, wachte er plötzlich auf und fing sofort an zu fressen. Absolut tiefenentspannt.
Die drei waren ein super Team und wir waren sehr froh die Vergesellschaftung gewagt zu haben, obwohl man drei erwachsene Jungs eigentlich nicht vergesellschaften soll. Man entdeckte immer mehr Verhaltensweisen bei den dreien und sie ergänzten sich perfekt.
Dann hatte Barney plötzlich Probleme beim fressen. Da er der Halbbruder von Joker war, vermuteten wir, dass auch bei ihm eine Brückenbildung vorlag. So war es dann auch, allerdings hatten wir die Zahnprobleme dank des guten Tierarztes super im Griff; alle 4-6 Wochen fuhren wir die Zähne schleifen lassen. Man sah ihm immer genau an, wenn es wieder so weit war, da er dann merkwürdige Bewegungen beim Pellets fressen machte. Päppeln mussten wir nie, er hat immer eigenständig gefressen.
Am 31.12.12 durften die Meerschweinchen abends wieder ihren Auslauf genießen. Barney machte sich gleich über das Essen her. Plötzlich fing er an zu krampfen und war innerhalb von Sekunden verstorben. Wir wissen leider überhaupt nicht, warum er verstorben ist. Aber im Nachhinein sind wir sehr froh, dass es so schnell ging und er bis zu seinem letzen Atemzug ein fröhliches Leben leben durfte.

Kurze Zeit später zog dann Gizmo bei uns sein; hier geht es weiter mit Shaun, Toni und Gizmo.